Quagmire Diary

Doskvol - 29. Ulsivet 847 - 4 Seiten

Vertrag zur Ausbildung

zwischen der RED SASHES ACADEMY und der QUAGMIRE COMPANY

Dies ist ein Vertrag zwischen den RED SASHES (wir) und der QUAQMIRE COMPANY (Sie), aufgesetzt am 27. Ulsivet 847.

Wir verpflichten uns hiermit zur:

  • Ausbildung der überlassenen Zöglinge in der iruvianischen Fechtkunst
  • moralischen Festigung der Zöglinge und deren Erwerbs des iruvianischen Ehrenkodex
  • freien Verpflegung der Zöglinge an allen Tagen, die die Zöglinge in der Ausbildung oder in unserer Verpflichtung (nächster Punkt) befinden.

Sie verpflichten sich wahlweise zur

  • Zahlung einer Ausbildungsvergütung

oder zu

  • Dienstbarkeit der Zöglinge außerhalb der Schulungszeiten
  • eventuelle Zusatzvereinbarungen: Dienstbarkeit seitens Ronald Cainhurst

Unterzeichnet, am blabla

Kleingedrucktes, blabla

Beim Mittagessen

Bericht der Auszubildenden

Schwer zu verstehen, Mund immer voll beim Reden.

Heute ist frei, der erste freie Tag. Ist irgendein heiliger Tag bei den Sashes.

Nein, Sashes sollen wir sie nicht nennen. Legen Wert auf Rot. Hihi.

Sooo gut, endlich wieder Suppe. Da gibt es immer nur Pilzpampe, nie irgendwas mit Ratte.

Eigentlich gibt es da nicht viel zu lernen. Sind alle ein bisschen Crickets, nur halt mit dem Schwert. Also nur Schwert. Alles andere verstehen die gar nicht als Waffe.

Ist auch was mit dem Ehrenkodex. Aber der gilt eh nur in der Schule.

Abends ziehen wir alle immer um die Häuser. Irgendwen verkloppen. Dürfen wir aber nicht aussuchen.

Quess
Una

Was ich an Aldo mag

von HAKIM

Aldo ist ein ruhiger Junge. Auf den ersten Blick wirkt er schüchtern.

Aldo

Im Gegensatz zu Quess ist er beinahe ängstlich, schreckt aber nach etwas Ermutigung vor keiner Tat zurück. Wir wissen nicht viel über seine Herkunft, über seine Vergangenheit, er hat das Trio erst vor etwa einem Jahr ergänz. Seitdem hängen die drei Kinder in der Ink Lane herum und sind so etwas wie Inventar geworden.

Mit Aldo hatte ich zuerst Kontakt. Er hatte sich unter unserem Auslagetisch ein Lager gebaut, Hilda hat ihn gefunden, gemeinsam mit Cricket. Es gab großes Geschrei, erst gegen den Jungen, dann zwischen den Erwachsenen, dann kam auch noch Quess dazu. Ich glaube, das hat Hilda schon etwas imponiert und Cricket hatte eh immer ein offenes Herz für die Waisenkinder.

Aldo war die ganze Zeit stumm auf seiner Decke gehockt. Erst als ich sichtbar wurde, ist er aufgestanden und hat etwas gesagt. Bis heute bin ich nicht ganz sicher, was das war. Irgendein Kauderwelsch, Brocken Iruvianisch. Vielleicht kommt er ursprünglich von da, hat aber alles verlernt. Ich scheine, ihm eine Vertrauensperson dargestellt zu haben.

Als ich nicht reagiert habe und auch die anderen ob des Wortschwalls verwirrt still geworden waren, hat Aldo etwas geseufzt. “Erwachsene!”, konnte ich ihn ausstoßen hören.

Er hat sich umgedreht, in seiner Decke gewühlt und einen großen gelben Brocken herausgekramt. Den hat er mir hingehalten. Dischwefelchlorid, eindeutig. Giftig, ätzend, tollen Zeug, aber nicht für Kinderhände.

Er hat immer wieder etwas angeschleppt, später. Da hatten wir die ganze Gruppe schon akzeptiert. Bis heute ist mir aber nicht ganz klar, ob er wegen meiner Hautfarbe aufgetaut ist, oder wusste, dass ich gerne Substanzen mische.

Alle Jahre wieder

Fundstück aus der Zeitung von VELDREN KOMANI

Es ist unglaublich, wie Jahr für Jahr die Verwaltung der Stadt ahnungslos in die Falle tappt. Aber es ist ja auch offensichtlich, dass den Oberen diese Not des einfachen Volkes am Allerwertesten vorbei geht. Jahr für Jahr leeren sich die Ölspeicher und was sind die Lehren? Wird die Fördermenge erhöht? Werden Raffinerien in Skovland aufgebaut? Wird gar eine Raffinerie hier in Duskval aufgebaut?

Nein, denn der feine Herr Imperator sitzt ja im warmen Süden, dort gibt es ausreichend große Speicher und was hier oben passiert, hat er dem Konzil in die Hände gegeben. Das Konzil ist aber letztilch kein besserer Haufen als so eine Bande dahergelaufener Gangster wie der Crows oder diesem verrückten Skovländer Ulf. Nur, dass sie sich den Arsch mit Seide abwischen.

Duskwall zuerst und Duskwall von Arkosianern regiert! Von echten Arkosianern, die sich hier dem Volk verbunden fühlen. So wie es jetzt läuft, könnte man auch dem Severianischen Verwaltungsrat die Administration der Stadt überlassen. Oder der Quagmire Company, die macht immerhin Suppe für die Armen. Das ist nett. Wobei… Nett ist die kleine Schwester von Scheiße.

Symbolbild Nett

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Liebe Quagmire Company, wir blicken zurück auf etliche erfolgreiche Handelsabschlüsse. Bitte bedrohen Sie unser gutes Verhältnis nicht durch falsche Bündnispartner.


Bluecoats berichten von mehreren Überfällen in Crows Foot. Alle fanden in der Nacht auf den 27. Ulsivet statt. Keine weiteren Ermittlungen eingeleitet, vermutlich Bandenkrieg


Anfrage von Mylera Klev: gestrandeter Transport wird leergeräumt; wichtigste Güter sollen möglichst schnell von Experten transportiert werden.


Tentakelfreie Zone – trotzdem verschwinden weiter Kinder in den Docks. Die Krakendämonin – so die einhellige Meinung der Experten – scheint entweder das Weite gesucht zu haben, oder vernichtet zu sein. Wofür auch immer sie die Kinder brauchte, ist aber immer noch hungrig.


Ölrationierung – bis zum Ende der Walfangsaison gilt in ganz Duskwall eine Rationierung des Ölverbrauchs. Details entnehmen Sie bitte den Aushängen der öffentlichen Verwaltung. Bluecoats sind berechtigt, unangekündigt die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.

Quagmire Diary

Doskvol - 19. Ulsivet 847 - 2 Seiten

Es war voller Menschen

Eine Träumerei von RONALD “DUKE” CAINHURST

Wie eine Sprung in meine Vergangenheit, auch ein paar vage vertraute Gesichter waren dabei. Ich glaube sogar, diesen Lord Scurlock kenne ich aus der Entfernung. Wenn man mich jetzt aber fragte, wie er denn eigentlich aussieht, das ist mir völlig entlitten.

Eine ganz besondere Freude war es mir, meine Bekannte Lady Drake wieder zu treffen. Jucunda Drake, wir waren uns früher einmal recht nahe. Und doch war das Wiedersehen getrübt. Hilda hat das Ganze später aufgeklärt, ich müsse nicht gekränkt sein Und eigentlich hätte es mir gleich klar sein müssen: Jucunda war von dieser Setarra, der Dämonin, besessen.

Damit war aber natürlich unser Plan aufgegangen. Immerhin hatten wir, die Quagmire Company, Lord Scurlocks Party mit dem Ziel aufgesucht, möglichst nah an besagte Dämonin zu kommen, um ihr ein Tabernakel auszuhändigen. Das hatte die wiederum von uns verlangt, sonst würde sie es sich mit Gewalt von unserem – oder besser Hutzels – Freund Psilofin holen.

Auch wenn Skids oder Hilda sehr erfahren im Auftreten sind, haben sie sich diesmal weise dafür entschieden, mich vorzulassen. Natürlich hätte das Unterfangen nicht ohne das fleißige Mitwirken der sonstigen Gefährten funktioniert: Birch, Hakim und natürlich Hilda. Hakim war es letztlich, der die Dame beiseite genommen hatte und ihr das Artefakt überreicht hat.

Hach, das Artefakt. Hoffentlich gefällt es ihr. Ich weiß, dass Hakim und die anderen da sehr viel Energie hineingesteckt haben.

Kreide oder Ölfarben

Gekritzel aus einem geheimen Tagebuch, versteckt in der Theke des Import-Export

Kunstliebhaber?


Unten stinkts, Hutzel ist unterwegs, Cricket seit Tagen nicht mehr da und der Duke kommandiert nur rum. Wie nennen wir ihn? Zur Auswahl stehen: El Commandante, Duce, Flamingo (war mal auf einem Gemälde zu sehen) und Drosselbart.


Quess hat gewonnen, soll Aldo schreiben. Beim Verstecken. Im neuen Tresor.

Una hat den Fitness-Raum für sich. Die ollen Damen und Herren halten sich zur Zeit lieber in der Bibliothek auf. Neueste Erwerbung von Madame Hilda. Und alle so voll begeistert.

Keine feinen Gewehre gekauft. Oder Schwerter. Der von den Red Sashes war neulich da, hat gemeint, ob wir schon mit dem Schwert kämpfen können. Eh klar, einen Cricket kann auch mit dem Schwert machen.

Metastabile Hydrophilie

von HAKIM

Kennen Sie das, wenn etwas nicht richtig scheint. Es stört Sie. Aber nicht so sehr, dass Sie aus der haut fahren, nur so ein bisschen. Aber mehr als Sie im Moment abbauen können.

Zum Beispiel stellen Sie sich einmal vor, sie sitzen in einem Wartezimmer. Ihnen gegenüber sitzt eine Frau mit dunkler Hautfarbe, Iruvianerin. Sie ist vor Ihnen dran, das ist richtig, aber diese dunkle Haut und sie spricht so seltsam. Eines von beiden, das Warten oder die Fremdländerin, könnten Sie noch wegstecken. Und jetzt lassen Sie alles an der Frau aus. Das ist dumm, nicht wahr?

Aber genau so verhalten sich die Elemente, wenn sie in der falschen – oder richtigen, das ist eine Frage der Perspektive – Konstellation befinden. Eine metastabilder Zustand ist hinlänglich bekannt von Diamanten. Die kristalline Struktur macht das Material sehr robust. Ein bisschen zugeführte Energie, eine heiße Flamme etwa, regt eine Transition an, die Gitterstruktur entspannt sich und das schöne glitzernde Etwas wird zu einem schwarzen Klumpen reinen Graphits. So sind Sie als Fremdemhasser: All ihr Glanz verblüht durch die unerwartete Energiezufuhr und Sie sinken ab ins Reich schwarzer Klumpen.

Dieser Vorgang ist exotherm. Wichtig ist noch die Steuerung der Geschwindigkeit. Das geschieht über verschiedene Katalysatoren und Moderatoren.

Zudem eine Portion elektroplastischer Energie und wir erlangen einen durch Wasser angestoßenen thermonuklearen Effekt. Die richtigen Elemente in den richtigen metastabilen Aggregatszuständen, passende Moderatoren etc., das war ein hartes Stück Arbeit. Wenn ich ehrlich bin, ich wusste lange nicht, in welche Richtung das Experiment ausschlägt. Erst die Erfolge am Ende haben bedingt, dass wir einen feurigen Wasserdämonen-Cocktail gebaut haben. Anderenfalls wäre es vielleicht genau das Gegenteil geworden: quasi die ursprüngliche Füllung des Tabernakel, eine Energielieferant für arkane Wesenheiten. Nun ist es so gelaufen und mindestens eine Wasserdämonin wird dran glauben müssen. Unsere Auftraggeberin wird uns dann aber nicht mehr wohlgesonnen sein.

Mal wieder den Spaß verdorben

Fundstück aus der Zeitung von VELDREN KOMANI

Es hätte ja eine schöne Party werden können, so wurde sie fulminal und sehr zuträglich. Lord Scurlock hatte geladen. Beim schnellen Überfliegen der Gästeliste war sofort klar, hier kriege ich Material. Hakim, der vor der Armut und seinen unzivilisierten Landsleuten geflohen ist, Arm in Arm mit dem Flittchen Hilda würde erscheinen. Im Schlepptau den blinden Tontaubenschießer und noch wer, der wohl glaubt, er wäre von Rang und Namen. Ich hab ich ein bisschen umgehört: Dieser “Duke” tut so, als hätte er mal was zu sagen gehabt und Anspruch auf irgendein Erbe. Bei Gelegeheit werden wir hier berichten, aus welcher abgehalfterten Familie dieses Kerlchen eigentlich kommt.

Wie ich da so am Erker stehe mit meinen Freunden von den Bluecoats, die in letzter Zeit ganz hervorragende Arbeit leisten, übrigens, und Ulf und Djera Maha bei der Seite, seh ich die Mannschaft auf der Brücke. Ein kleines Späßchen darf ja sein, also gehe ich mit Ulf und Djera raus zum Rauchen, aber gleich wieder hoch, habe ja meine Zigaretten vergessen. Die zwei sind aber Profis. Djera hat die abgeranzten Quacks gleich mal aufgehalten und sich ein Wortduell geliefert. War bis oben zu hören.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Ganz schön getobt hat das Meer neulich. Erst die auffälligen violetten Entladungen, dann der extreme Wellengang.


Verendete Dämonin an Land gespült. Unweit der Bowmore Bridge fanden Gondolieri eine verendete Dämonin: weiblicher Körper, Tentakel. Irgendetwas hatte die Wesenheit in der Mitte auseinander gerissen.


An die Quagmire Company: Ich werde mich für Ihre “Dienste” erkenntlich zeigen. Seien Sie sich dessen gewiss.


Violette Lichter in der Mitte der Lagune: Mehrere Stunden lang nach den violetten Entladungen leuchtete die See im Zentrum der Lagune violett. Gondolieri vermuten eine Quelle elektroplastischer Aktivität am Grund dort.

Quagmire Diary

Doskvol - 15. Ulsivet 847 - 2 Seiten

Das Ankermanöver

Eine Studie von ROACH

Immer wenn vom Himmel ein roter Feuerball genau auf euch herabstürzt, eignet sich das Ankermanöver, um dem Untergang zu entgehen. Weil man in der Regel dabei nicht viel Zeit hat, empfehlen sich die schnelle Schritte. Etwa drei in den Maschinenraum, um die Pumpe auf Höchstleistung zu bringen und möglichst viel Elektroplasma in den Kreislauf zu zwingen. Unterwegs hat man schon den Anker ins Wasser geworfen. Das Steuerrad einfach intensiv andrehen, rotiert dann von alleine weiter. Ab hier sollten alle Bootsinsassen die Fliehkraft spüren.

Mit etwas Glück erreicht man etwa 10 Meter Abstand. Bei uns hat es für gute fünf Meter ausgereicht. Der rote Ball ist dann in einem Blitzgewitter explodiert und hat unseren Passagier ordentlich verbrannt. Es kann sein, dass alles etwas besser gelaufen wäre, wenn Hilda und Birch nicht versucht hätten, Tonscheiben schießen mit der Kugel zu veranstalten. Das gab noch so einen kleinen Blitz, der Birch ordentlich die Augen verbrannt hat. Aber das wird wieder, die Augentropfen hatten sofort geholfen.

Nach dem Ankermanöver

von CRICKET

Wir sind ja nicht blöd. Können zwar auch mit Gewalt, aber blöd sind wir nicht. Das Ankermanöver hat uns ordentlich durchgeschüttelt, aber wir sind ja nicht blöd. War klar, dass wir da schnell wegmüssen. Roach hat das Ankerseil gekappt und der Pilot höchstpersönlich ist ans Ruder getreten. Birch hat ein bisschen geweint, aber das wird schon wieder.

So ein gutes Boot hat viele Regler, aber wir sind ja nicht blöd. Der Meisterpilot höchstpersönlich hat genau die richtige Kombination erwischt, die uns wie eine Rakete weggeschleudert hat. Ob wir eine Düne gestreift haben, weiß ich nicht. Ob die Gondel vorher schon kaputt war, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass wir dann ziemlich schnell auf einen von den Türmen und die Barriere zugerast sind. War nicht ganz der Plan, aber wir sind ja nicht blöd. Genauer gesagt hatten wir vorgesorgt.

Vor ein paar Tagen war dieser schwurbelige Sparkwright bei und im Lichtspielhaus. Aber der Hulch hat nicht mal die Filme geschaut, sondern ist immer um den Pojektor rum geschlichen. Hilda hat ihn ein bisschen rangenommen, ist er ganz kleinlaut geworden. Er darf da gerne mal einen genaueren Blick drauf werfen, wenn er uns hilft, durch die Barriere zu kommen.

Naja und genau dieser Moment war jetzt gerade. Ich also am Steuer, Hutzel macht sich bereit, die Energien irgendwie umzulenken, Birch weint noch ein bisschen. Roach unten im Maschinenraum. Echt wie ein Hexer. Hat geblitzt und er hat geschrieben, “Scheiße, meine feinen Werkzeuge!”, oder so. Hilda reißt die Laterne vom Bug und weil Roach so eine Zauberer ist blitzt die voll auf. Hilda gibt also das Signal, schreit dann auf, weil muss wohl heiß gewesen sein, und wirft das Teil erstmal weg. Barriere: erstmal nix, dann aus!

Wir voll durch. Schade um die Laterne, aber das wird schon wieder.

Quagmüll, Gondelmüll

Fundstück aus der Zeitung von VELDREN KOMANI

Auch unsereins kann ja kombinieren. Kann es sein, dass die Quackmäre Kompanie unter die Gondelverschrotter gegangen ist? Letztens sind sie ganz langsam und leise den Kanal entlang gefahren. Zufälligerweise war ich gerade in der Nähe und konnte einen Blick auf die Katastrophe werfen. Buglaterne hat gefehlt, das ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit. Hilda höchstpersönlch hat Gallionsfigur gespielt und eine Handlaterne gehalten. Naja. Sicher nicht die schlechteste Wahl – man stelle sich da den akligen Südländer oder diesen fahlen schabenhaften Kerl aus dem Keller vor –, aber trotzdem nur Hilda.

Viel auffälliger war der abgekratzte Lack und der weinende, drittklassige Heckenschütze an Bord. War auch ne ziemliche Unordnung. Klar, das ist nicht sträflich, aber man muss den Zusammenhang erkennen. Kombiniere, kombiniere! Woher kamen die Splitter an Bord? Und die neuen Lackkratzer hatten doch genau das Grün-Braun von den Gondolieri-Booten. Und war da nicht am gleichen Tag eines von so asozialen Wilden zu Brei gefahren worden?

echt keine Schönheit dieser Griggs

Bei den Recherchen später noch mal Griggs gesucht. Leider nicht so gut, weil Hilda gerade mit dem geflirtet hat. Stellt man sich das mal vor. Mit dem vernarbten geschwürigen Griggs steigt die ins Bett. Naja, zwei vom gleichen Schlag. Das wird schon was.

Besser mit Hutzel

Gekritzel aus einem geheimen Tagebuch, versteckt in der Theke des Import-Export

Bester Quag (jeder hat 4 Stimmen zu verteilen):

  • Birch I (nur ein Mitleidspunkt)
  • Roach III (der kann manchmal echt lustig sein und er war echt lässig mit dem Geistern)
  • Hutzel IIIIII (soo cool, wie der zurückspaziert ist, und die anderen voll paralysiert und so)
  • Hilda (weil sie uns vom Steuer weggezogen hat)
  • Cricket II (war kein echter Cricket dabei, aber die Dysefahrt war gut)

Nach der Mission ein bisschen mit Hutzel rumgehangen. Dann ist der zu den Büchern. Sah voll klug aus, als er da gelesen hat, war aber langweilig.

Sind dann doch zu Cricket, der hat nen Bluecoat gegrillt. Das war mal wieder richtig Cricket. Und der blaue hat echt viel erzählt. Von nem Lord Scurlock und Tentakelmonstern. Und dann ist Hutzel gekommen und hat erzählt, dass es die Tentakel vor 100 Jahren schonmal gab und nen Lord Scurlock, der die gefütter hat oder so. Fast wie jetzt. Und man muss die Käfige schließen. Aber dann wird das alles wieder gut.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

An die Quagmire Company: Beschafft mir das Tabernakel von Psilofin. Gerne freundlich, sonst hole ich es mir, aber sicher nicht freundlich.


Seit mehreren Tagen wieder vermehrt Sichtungen der Tentakeldämoninnnen. Ja, es sind mehrere.


Quagmire Company gewinnt Mitgefühlpreis für Scherbensuppe.


Crow’s Foot wird ordentlich durchgerüttelt. Lampblacks, Crows und Red Sashes geraten immer wieder aneinander. Inzwischen haben sich die Verhältnisse etwas verändert. Crows gewinnen wieder die Oberhand. Scheinen Geister zu Hilfe zu haben. Vielleicht sind es auch Horrors. Erinnerung: Geister in die Stadt zu schmuggeln ist eine Straftat!

Quagmire Diary

Doskvol - 8. Ulsivet 847 - 2 Seiten

Von den Bewohnern der Deadlands

Bericht von SENIOR LI

Wer in den Deadlands wohnt, ist komisch. Wer in den Deadlands wohnt, ist aber auch hart. So wie Lady Thorn. Vielleicht sollten wir sie besser Lady Zorn nennen, obwohl sie ganz freundlich war bei unserem Besuch.

Die anderen Bewohner waren aber auch nicht ohne. Der kleine Dämon zum Beispiel. Hätte uns fast gefressen, wenn Birch ihn nich vorher fast abgeknallt hätte. Die Horrors mit der Rosa Haut waren dafür ziemlich unnütz. Nur Masse, keine Klasse. Kein Wunder, dass die Pilze die einfach aufessen.

Beinarbeit

von CRICKET

Echte Detektive müssen ordentliche Beinarbeit hinlegen. Wie im Ring. Deswegen haben Birch und ich mal ordentlich Detektivarbeit hingelegt. Für unseren Auftraggeber haben wir dieses Tabernakel aus den Deadlands besorgt. Und dann hat er es einfach ins Wasser geworfen. Dem sind wir nachgegangen und ich glaube, es ist gut, dass wir das zweite Tabernakel noch behalten haben.

Birch war dem Kerl schonmal begegnet, damals im Haus von Djera Maha. Komischer Kerl, irgendwie nicht zu greifen. Aber, wie gesagt, Beinarbeit. Wo hingehen, dann ein bisschen treten und ordentlich den Fuß draufhalten kann Wunder wirken.

Der Typ heißt Lord Scurlock. Scheint echt ne Größe in der Stadt zu sein, aber er hat keine Gang. Typ Einzelgänger. Nur wenig wissen ein bisschen mehr über ihn. Die meisten davon haben jetzt ein blaues Auge und wir gehören auch zu diesem illustrierten Kreis.

Die Tentakel-Lady ist wohl so ne Art Seedämon und nur eine von vielen. Irgendwie sind die alle gefangen und irgendjemand – eine Setarra oder so – will sie rausholen. Dabei hilft ihr dieser Scurlock irgendwie. Und wir den beiden anscheinend auch. Das heißt, wir haben jetzt einen Stein bei denen im Brett, wie die Schnöls immer so sagen.

Bei der Quagmüll Diarrhoe

Fundstück aus der Zeitung von VELDREN KOMANI

Wie alle wissen, steht die Leviathanjagd bevor. Preise gehen hoch wie jedes Jahr, bis der Markt wieder mit frischem Öl überflutet wird. Oder sagen wir mal, bis die Raffinerien in Skovland wieder anlaufen und gutes neues Elektroplasma in die Stadt spülen. Und was machen die Quags da? Übergeben die Kontrolle über ihren Laden den chaotischen Kindern.

Formal hat dieser Skids den Laden in der Hand. Diesem Gör Quess scheint der alte Kerl aber aus der Hand zu fressen. Quess hat alle Kinder aus dem Viertel in den Keller des Casinos geladen. Wie wir alle wissen, werden dort anstößige Bewegtbilder gezeigt. Und die Apparatur verbrät dabei Elektroplasma wie blöd. Ja, blöd sind sie, die Quags. Immerhin waren die Kinder für den Tag von der Straße.

Wohin mit der Quagmire Company?

Interview mit BIRCH von der QUAGMIRE COMPANY

Langsam wird es ernst. Die Ambitionen der Company könnten sich bald auszahlen. Immer mehr Verbündete und damit auch lukrative Aufträge an der Hand. Die Crows brauchen einen Freundschaftsdienst, dafür wären wir genau die richtigen. Könnten ihnen den Rücken freihalten.

Wir wissen jetzt aber auch, dass da was etwas krumm ist. Bei Djera Maha hatten wir ja einen Auftrag für Bell ausgeführt. Hat sich rausgestellt, dass das Ergebnis war, dass ein bestimmter Geist, nicht mehr bei Djera ein und aus gehen kann. Und wer ist dieser Geist? Roric, der frühere Boss von den Crows. Der, der vor gar nicht so lange aus dem Fluss gefischt wurde. Stellt sich zudem noch raus, dass der intim war mit der Djera.

Bell von den Crows

So wie’s ausschaut könnten wir auch das zweite Tabernakel noch zu Geld machen. Hutzel meint, Psilofin mag die auch, zahlt aber nicht so gut. Kann mir kaum vorstellen, dass es sonst keine Interessenten gibt.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Letzte Walfänger ausgelaufen


Seit drei Tagen wieder vermehrt Sichtungen der Tentakeldämonin. Vielleicht sind es auch mehrere?


Scherbensuppe und Wohltätigkeit: Quagmire Company steht zur Wahl als zum Mitgefühlpreis.


Crow’s Foot wird ordentlich durchgerüttelt. Lampblacks, Crows und Red Sashes geraten immer wieder aneinander.

Docks Papers

Doskvol - 3. Ulsivet 847 - 5 Seiten

Ergeben sich neue Optionen für die Quagmire Company?

Interview mit SKIDS von der QUAGMIRE COMPANY

Durch die Akquise des Spielsalons an der Ink Lane sind natürlich die Kräfte der Quagmire Company deutlich gebunden. Vermutlich macht dieser Vorgang die weitere Expansion einfacher, im Moment muss jedoch stete Kontrolle ausgeübt werden. Man ist bereits mit mehreren Mietlingen im Gespräch, dauerhaft für die Company zu arbeiten. Ansonsten denkt die Company darüber nach, das Angebot in der neuen Lokalität um eine besondere Scherbensuppen zu bereichern. Wir denken noch nach über einen passenden Namen, wahrscheinlich antike Scherben. Ebenfalls denken wir über einen neuen Namen des Salons nach.

Was nach außen gerichtete Aktivitäten angeht, stehen da zwar einige Aufträge aus, einer allerdings wirkt besonders dringend. Dabei geht es darum, ein Artefakt oder etwas Ähnliches aus den Deadlands zu besorgen. Da derartige Aufgaben zu unserem Standardportfolio gehören, ist nicht mit weiteren Komplikationen zu rechnen. Und die Vertragspartner scheinen sehr seriös.

Übung für Spione

Augenzeugenberichte von QUESS, UNA und ALDO

Hilda hat Hutzel beauftragt, eine besondere Übung für uns vorzubereiten. Erst dachten wir, das wär der Einmarsch in der Spelunke von den Ulfs. Das war aber eh pillepalle und dass wir das können, weiß eh jeder. Jetzt testet Hutzel uns nämlich selber mit einer neuen Aufgabe. Aldo meint, es geht um Disziplin, weil wir nämlich nicht in den Keller sollen. Aber vielleicht ist es auch eine Übung, Informationen zu beschaffen.

Wir haben deshalb echt mühselig das ganze Personal betrunken gemacht und sind dann heimlich runter in den Keller. Alter, so ein Etablissemong. Da sind elektroplasmische Anlagen drin, die machen bewegte Bilder. Das müssen wir unbedingt allen erzählen.

Eins war so was schweinisches, dann der Siegerkampf vom Mercy und der dritte war so eine Kampfszene mit den Tentakeln. Um Hutzel zu beweisen, dass wir da waren, haben wir auch überall den Elektroplasmavorrat aufgefüllt. Die nächste Übung ist dann, noch unsere Freunde unbemerkt reinzubringen.

Lauter kleine Verrückte

von VELDREN KOMANI

Auf der Ink Lane war heute kein Durchkommen. Schuld war natürlich diese sporenversuechte Crackmill Company. Neuerdings benehmen die sich wie ein Waisenhaus, lassen die kleinen Bälger bei sich im Laden schlafen. Dann wäre es doch mindestens angemessen, den Gören ein wenig Benimm beizubringen. Heute auf jeden Fall sind sie auf der Straße herumgelungert und haben mit Schürhaken allen ehrenwerten Bürgerinnen und Bürgern gedroht.

Die Blaumäntel können das nicht mehr länger durchgehen lassen und ich hoffe inständig, dass sich an den Zuständen hier bald etwas ändert. Zum Glück bin ich mit meinen Ansichten nicht alleine. Der Sieger des Taschenboxers hat erst kürzlich gemeint, dass er den obersten Grobian, Cricket, eh schon länger auf dem Kieker hat. Ich geh mal davon aus, dass der dann bald aus der Bahn geräumt ist.

Ein Angebot zum Frieden

von ULF IRONBORN

Hilda, Hilda, Hilda. Du hast dich ganz schön gut entwickelt. Von nem kleine blonden Gör zu einer starken Anführerin.

Skergus’ Bein ist schon wieder fast verheilt und das Blut in seiner Pisse wird auch schon weniger. Deswegen mache ich dir jetzt einen Vorschlag, den du, wenn du klug bist, nicht ablehnen kannst.

Wir erhalten den Status Quo und einen Waffenstillstand. Immerhin können wir uns die nächsten Monate hin- und herprügeln. Ich hab gesehen, dass du eine gute Zahl von Truppen hast und sogar die kleinen Kinder bei euch geschult werden. So sind wir gleichauf und letzten Endes ist das, als würde man mit Panzerhandschuhen an einer Ziegelmauer kratzen.

Unser beider Ziele tut dieser Krieg nicht gut, also halten wir die Füße still. Wenn du Interesse hast, komm einmal vorbei auf ein Treffen auf neutralem Boden. Ich warte jeden Abend in Tangle Town.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Jagvorbereitungen beinahe abgeschlossen. Die meisten der größeren Leviathanjägerschiffe haben bereits abgelegt, kleinere Crews gehen noch hektisch durch die letzten Vorbereitungen.


Dämonensichtungen im Hafenbecken; mehrere Begegnunge in den letzten Tagen. Überlebende berichten von Frauenkörpern und langen Tentakeln


Viele Straßenkinder vermisst – in den letzten Tagen sind etwa 30 Straßenkinder aus dem Hafenviertel verschwunden. In etlichen Fällen konnte jemand beobachten, wie sie von Tentakeln ins Wasser gezogen wurden. Warum nur Kinder?


Sparhinweise: Jetzt, wo alle Flotten ausziehen, ist für einige Zeit nicht mehr mit Elektroplasma Nachschub zu rechnen. Haben Sie alle ihre Vorräte aufgefüllt?

Docks Papers

Doskvol - 58. Suran 847 - 5 Seiten

Einfach nur ein Verrückter

von VELDREN KOMANI

Cricket ist nicht mehr zu halten. Die Quackmüll-Company muss sich von dem Verrückten trennen. Ohne nachzudenken ist er auf einen Tentakel-Dämon losgegangen. Was wohl nur wäre, wenn er so auf unbescholtene Mitbürger losgeht!

Es ist auch davon auszugehen, dass der verrückte Iruvianer wieder irgendein Gift zusammengemischt hat und den Schläger damit versorgt. Die einzige mit halbwegs Verstand scheint die blonde Tussi zu sein. Sie hat auch den Helfer angesprochen, der sich letztlich darum bemüht hat, die armen Kinder aus den Tentakeln zu befreien.

Zum Glück war der gruselige Schwarzhäutige nicht da. Wahrscheinlich bringt dieser Hakim ihm jetzt Tentakelstücke zum Abendessen mit. Und alle werden heute noch feuchte Träume von der Frau am Ende der Tentakel haben…

Druffländer

Augenzeugenberichte von QUESS, UNA und ALDO

Einer mit so ner Hasenscharte und ganz kaputten Zähnen. Außerdem war er ganz weiß im Gesicht und die Haare hatten auch fast keine Farbe. So einer auf jeden Fall hat sich an die Import-Export-Kompanie rangeschlichen. Und, so’n Hulch ey, macht das einfach, während Hilda und Cricket und Hakim sich im Hafen mit den Tentakeln kloppen. Ach und der Skids und der Birch auch, aber die sind nie so vorne dabei, sind eher so zweite Reihe.

Na, wir auf jeden Fall, schon mal zurück, schauen, dass die Suppe nicht kalt wird. Macht sich der Pebbo einfach an der Tür zu schaffen. War aber wohl schon bisschen druff, hat nix mehr mitgekriegt. Oder hat zumindest nur nach Großen geschaut. Wir sind einfach hinten ran. Una mit dem Schürhaken, Aldo hat sich ein Brett mit ein paar Nägeln geschnappt und Quess, weil sie die Stärkste ist, so’n Werkzeug zum Boote bauen.

Und dann ging’s los. Erstmal hat er den Schürhaken inne Nieren gekriegt, der pisst noch lange Blut. So’n richtiger Cricket-Schwinger. Aldo hat seine Nägel schön im linken Waden versenkt. Der Kerl brüllt sofort los, wie so ’n Pfeifermysl, ist aber schon zu angedätscht. Wir alle voll zurück, ein bisschen wie Katzen, immer noch die Waffen im Anschlag. Außer Aldo, weil die Latte noch im Bein gehangen hat.

Der Pebbo voll los nach vorne, da packt Quess die Hand mit dem Werkzeug und quetscht ordentlich zu. Hat vielleicht auch geknackst. Unser liebstes Pfeifelmysl brüllt also weiter, aber zischt endlich ab.

Ob’s richtig gut war, keine Ahnung. Hilda hat erst mal nichts gesagt. Irgendwann später, die waren fast alle noch mal unterwegs, sind se wiedergekommen. Gab wohl Stunk und dann gabs Stunk mit uns, dass man so mit den anderen erst umgeht, wenn man im Krieg ist. Aber ist jetzt egal, weil jetzt ist Krieg. Und da hat der Hakim einfach Hilda zur Seite genommen und den Cricket auch und danach sind sie alle drei gekommen und haben gesagt, wo wir jetzt schlafen können, damit wir morgen wieder ordentlich schlagen können, wir sind jetzt nämlich offiziell Gangster bei den Quagmires.

Welche Optionen hat die Quagmire Company?

Interview mit SKIDS von der QUAGMIRE COMPANY

Mal wieder richtig transportieren wäre schon fein, meint der kräftige, kleine Mann. Da gab es ja ein paar Optionen. Jemand wollte etwas aus den Deadlands haben, wer anderes wollte eine Person in den Lost District und zurück gebracht haben. Das bringt Geld und die Leute sehen, was die Company eigentlich kann.

Auf der anderen Seite hat Uld die Company auf einmal ziemlich auf dem Kieker. Sie gehen auf einmal ziemlich heftig los. Das heißt dann wohl Krieg. Insofern sollten mal alle Ressourcen locker gemacht werden, um die Ironborns ordentlich aufzumischen.

Wenn das rum ist, gibt es immer noch genug zu tun und die vorhandenen Aufträge werden sich schon nicht in Luft aufgelöst haben. Die Exkursion in die Deadlands hat nicht sonderlich dringend gewirkt. Bells Auftrag in den Lost District scheint ein wenig dringlich zu sein, die sind selber gerade im Krieg. Der Auftrag würde ihnen den Rücken frei halten.

Irgendwann sollte Hutu Finn auch mal mit seinem Freund Psilofin ein paar Worte wechseln.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten


Während die Askarian Coins weiterhin durch ihren seltsamen Hautausschlag auffallen, gibt es Grund zur weiteren Sorgen. Mindestens bei einem Mitglied der Straßenkindergangs ist eine Komplikation aufgetreten, die aufzeigt, wie gefährlich die Krankheit werden kann. Dem Jungen namens Magnus sind wohl sogar die Augen befallen und dort wachsen jetzt Pilze. Es ist davon auszugehen, dass seine Sehfähigkeit inzwischen verloren gegangen ist. Vielleicht kompensiert der Junge diesen Sinn allerdings, denn es ist nicht gelungen, ihn zu fassen.



Charterhall Archive

Doskvol - 52. Suran 847 - 4 Seiten

Störung bei der Schaben-Vernichtung

von VELDREN KOMANI

Die Küchenschaben-Vernichter, eine Kammerjäger-Vereinigung, verzichtete auf eine Reihe lukrativer Aufträge. Am 50. Suran besuchten sie nur eines der Anwesen, in denen ihr Dienst angefragt wurde, nämlich das Anwesen von Djera Maha, Händlerin von den Dagger Islands. Auf die Frage nach dem Wieso, grinsten die drei Dumpfbacken groß und zeigten auf ihre Spitzhaken. Ob sie künftig unter die Minenarbeiter gehen wollten, wurden sie von mehreren anwesenden Journalisten gefragt. Doch sie grinsten dröge weiter und blieben eine Antwort schuldig.

Dass dieses Ausbleiben so hohe Wellen schlägt, liegt an der Plage mit den Skovländischen Ratten. Insbesondere im Hafenviertel wäre dringen Aktivität gefragt.

muss wohl Rattengift abbekommen haben: Cyrus

Bei Djera Maha wurde aber wohl beinahe zu gründlich aufgeräumt. Ein Bediensteter erwachte erst am nächsten Morgen im Kohlenkeller, weil er wohl zu viel von dem Rattengift eingeatmet hatte.

Aldo an der Angel

Augenzeugenberichte von QUESS, UNA und ALDO

Ein durch und durch garstige Frau ist diese Djera Maha. Una und Quess haben draußen Schmiere gestanden, als Aldo vom Steinbalkon geklettert kam. Die Bosse sind auf einem anderem Weg abgehauen.

Villa von Djera Maha

Und genau als er von dem Pfosten gerutscht war, ist die Frau in ihrem komischen Kostüm aus dem Haus gekommen. Gekreischt wie eine Furie hat sie. Aldo hat die Beine in die Hand genommen und wir sind zu dritt ab und weg.

Charterhouse ist voll komisch. Und weil die Bosse weg waren, sind wir irgendwo falsch abgebogen. Da waren wir noch nie gewesen. Irgendwie haben wir Birch getroffen. Der wollte aber nichts von uns wissen, aber wir wussten, wenn wir ihm folgen, kommen wir wieder heim.

Davor ist aber was Doofes passiert. Doofe Bluecoats haben Aldo einkassiert. Birch hat das aber mitbekommen, ist schnell in die Wache, hat einen Haufen Münzen auf den Tisch geworfen und uns wieder mitgenommen. Dann hat er uns grummelnd nach Hause gebracht.

Schützt die Pest die Askarian Coins

von CAPTAIN MITCHER

Die erwähnte Krankheit, die unter Straßenkindern grassiert, scheint zu wirken: Immer mehr halten Abstand, darunter auch die mysteriöse Bande, die die Kinder raubt.

Dem Präsidium ist nicht entgangen, dass in den letzten Wochen vermehrt Vermisstenmeldungen eingegangen sind. Mitglieder der Askarian Coins scheinen davon weitestgehend davon verschont zu bleiben.

Weiterhin gilt: Die Ansteckungsgefahr ist höchst real. Halten Sie Abstand!

Desweiteren empfehlen wir den Damen und Herren von Stand die Gegend um die Ink Lane insbesondere abends zu meiden. Abends sind dort betrunkene Skovländer unterwegs, die einen übertriebenen und angemessenen Patriotismus zeigen. Menschen aus Askara sind sie besonders negativ gegenüber eingestellt.

Die Skovlandsche Rattenplage beschränkt sich derzeit noch auf das Hafenviertel. Sollten Sie in anderen Vierteln übermäßig hohen Befall feststellen, erhalten Sie auf Anfrage Liste mit bewährten Unternehmen, die sich auf Ungezieferbekämpfung spezialisiert haben.

Wie geht es jetzt weiter?

Interview mit HILDA von der QUAGMIRE COMPANY

Irgendwas ist da heute passiert. Hutzel hat gesagt, die drei Phiolen hätten so was wie ein Netz aufgespannt. Und einen Geist richtig weg katapultiert. Jetzt wollte er dem nachgehen, auch seine Kumpels aus der Geisterwelt befragen. So viel hat er vor fünf Tagen gesagt. Seitdem ist er weg. Das passiert immer mal wieder, aber dann muss man auch davon ausgehen, dass er nächstes Mal in der Verschüttung bleibt. Vielleicht ist er auch bei dem anderen Kumpel. Psilofin soll der heißen. Pilziger Kerl.

Wir können aber auch mal rausfinden, mit wem Birch da eigentlich geredet hat. Er war beim letzten Auftrag von jemand seltsamen überrascht worden. Der wollte ihm wohl nichts böses, hatte aber genau auf dem Schirm, was wir gerade taten. Und Birch konnte den Kerl nicht erkennen. Hat keine Geräusche gemacht, war nur verschwommen zu erkennen. Ein Geist war’s wohl nicht, vielleicht ein Vampir?

Zuerst werfen wir mal einen Blick auf unsere Beute: zwei Flaschen grünlich schimmernder Schnaps. Hakim kann sich das anschauen. Unser Ziel war ein hohes Tier bei einem Verein namens “The Hive”. Vermutlich versuchen die, dieses Produkt jetzt unter die Leute zu bringen. Können wir das besser?

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Geisterüberfälle in der näheren Umgebung der Quagmüll Company. Wie heißt ihr Hausgeist?


Sie sucht ihn: Können wir uns wiedertreffen? Du netter, hübscher Rattenfänger hast mir gut gefallen.

Auri: junge Bedienstete bei Djera Maha

Suche diskreten Auftragnehmer für Transport. Artefakt aus den Deathlands müsste bei Devils Bridge abgeliefert werden. Entgegen guter Referenzen überzeugen mich die Schaben-Vernichter nicht. Ich vermute, wer auch immer mir diese Referenz genannt hat, nutzte den Namen als Deckmantel.


Ulf Ironborn unter die Händler gegangen? Größere Ladeaktivitäten im Hafen beobachtet.

Djera Maha

Standard Times

Doskvol - 38. Suran 847 - 4 Seiten

Wieder Exzesse bei der Quagmire Company

von VELDREN KOMANI

Diesmal war wohl auch etwas Blut im Spiel, zumindest sind die Bohlen an einigen Stellen in der Quagmire Company dunkel verfärbt. Und diese bunte Scheibe ist ja auch schließlich ganz neu. Wer so tief im Geschäft mit den Drogen ist, zieht sich sicher eine Menge Geld rein. Anscheinend ist die neue Chiffre für den Verkaufsstart “Suppe”. Das jedenfalls soll Hilde gerufen haben, bevor das untere Ende der Ink Lane im Chaos versunken ist.

Wird Zeit, dass da mal wieder jemand Ruhe reinbringt. Die Skovländerin ist ja ein fleißiges Mädel, aber dass die diesen Iruvianischen Adelsspross, der ja nachweislich dort als Verbrecher gejagt wird, in ihren Reihen dulden, ist nicht mehr zu tolerieren. Man hört aber läuten, dass die alten Lampenputzer ein kritisches Auge auf die Quagmill Companions geworfen haben.

Scherbensuppe

Augenzeugenberichte von QUESS, UNA und ALDO

Heute gab es Suppe bei den Quags. Das war die Belohnung, weil Quess einen Auftrag für uns rausgeholt hat. Eigentlich wollte Hilda uns eine Flasche von dem guten Skovländer geben, war dann aber nur ein Glas und Pilzsuppe vom Hutzel. Das war sehr gut, weil es draußen echt supernass war. Wird schon bald wieder Herbst. Bald kriegen wir sicher auch wieder ein bisschen Öltuch zusammen, wenn die Stürme kommen.

prangt jetzt an der Wand in der Quagmire Company

Komisch war nur, dass Hilda eigentlich alle zusammengerufen hat für die Suppe. Am Ende haben nämlich nur wir was bekommen. Und Una kann Skovländer noch nicht so gut. Erst dachten wir, die Kerle in den geschmeidigen Anzügen kommen auch zur Suppe. Aber dann haben wir gesehen, dass schon einer durch die Scheibe gesprungen war und Mr. Cricket im einen Hammer in die Nase gezimmert hat.

Naja, die sind dann schnell weg. Und Hilda hat uns eine große Münze gegeben, dass wir schauen, wo die hinlaufen. Sind auf ein Boot gesprungen und ab über’n Kanal. Wir ham Mrs. Hilda das Logo aufgemalt.

Was sollen wir nur tun?

Interview mit HILDA von der QUAGMIRE COMPANY

Möglichkeitn gibt es viele, sagt die kleine Frau mit den vielen Tattoos. Eigentlich sollte nur ein Kunde vorstellig werden. Gerade als er eintreten wollte, pfiff ein Bolzen durch die Luft und auf einmal ging alles drunter und drüber. Naja, er hat ja überlebt und seinen Auftrag an die Frau gebracht.

  • Die Quagmire Company könnte arkane Ampullen im Anwesen von Djera Maha einschleusen.
  • Manch einer würde es gerne sehen, wenn die Quagmire Company den Spielhallen der Crows einen Besuch abstatten würde und deren Verbreitung bremsen.
  • Die Kinder Quess, Una und Aldo haben kundgetan, dass Elynn eine Belohnung ausgesetzt hat, wenn jemand untersucht, warum die Waisen von der Strasse verschwinden. Deren Freundin, die rothaarige Stella, ist seit drei Wochen oder so nicht da

Bis dahin muss man aufpassen, weil Ulf Ironborn angefangen hat in der Ink Lane Gelder einzutreiben. Noch ist er nicht am Pitchwater angekommen, das kann aber nicht mehr lange dauern

Haltet euch fern von den Askarian Coins

von CAPTAIN MITCHER

Wiederholt muss festgestellt werden, dass unter Straßenkinder der Docks eine gefährliche Krankheit grassiert. Der Befall der Straßenkinder scheint nicht sonderlich unangenehm. Aber die Ansteckungsgefahr ist höchst real. Ein immer höherer Anteil der Coins zeigt Sympome wie Schuppengeflecht oder Geschwüre. Interessanterweise scheinen vor allem die Askarian Coins davon betroffen zu sein.

Desweiteren empfehlen wir den Damen und Herren von Stand die Gegend um die Ink Lane insbesondere abends zu meiden. Abends sind dort betrunkene Skovländer unterwegs, die einen übertriebenen und angemessenen Patriotismus zeigen. Menschen aus Askara sind sie besonders negativ gegenüber eingestellt.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Nach dem Scherbensalat ziert eine neue dekorative Scheibe den Import-Export-Handel der Quagmire Company. Die bunten Glasteile zeigen ein Rose, die einen zierlichen Dolch umrankt.


Verbittert berichtet die Apothekerin Salia, dass sie zwei Stunden lang auf der Wache verhört wurde. Ihr rechter Arm ist noch immer eingebunden, dabei hätten die Bluecoats nur irrelevante Details erfragt über die unbescholtenen Anteilseigner der Quagmire Company.


Suche diskreten Auftragnehmer für Transport. Artefakt aus den Deathlands müsste bei Devils Bridge abgeliefert werden.


Ulf Ironborn erwartet die Anführer der Mitbewerber auf neutralem Boden in Tangletown. Jeden Abend um 20 Uhr.

Doskvol Gazette

Doskvol - 42. Suran 847 - 5 Seiten

Um Gnade winseln

von VELDREN KOMANI

Zwei Tage nach dem Ende des Taschenboxers, des legendären Faustkampfwettbewerbs im Hafenviertel, ist immer noch nicht klar, ob der unterlegene Titelverteidiger jemals wieder boxen wird. Der Sieger Mercy gewann das Match in der dritten Runde durch einen astreinen rechten Haken. Der Verlierer, Dragon, hat seither das Bewusstsein nicht wiedererlangt.

Der Sieger des Taschenboxers

Mercy gehört zur Clique der Grinders und wurde nach Verkündung des Siegs lautstark bejubelt. Im Gegensatz zu seinem sonstigen Gebahren trat der charismatische Vorgesetzte des Champions im Anschluss mitten in den Raum. Die Zeit des Friedens sei vorbei. Bereits heute laufen die Hospitäler und Hospize über, die Raffinerien können so nicht weiter laufen.

Zamira Morriston, ihres Zeichens Raffinerievorsteherin zu Besuch in Doskvol, berichtete, dass Huttons Masche wohldurchdacht sei. Menschen hier seien allzu gerne bereit, dem Glauben zu schenken, seitdem die Horden heruntergekommener Skovländischer Flüchtlinge die Stadt heimsuchten. Dass die ein Opfer ihres zum Glück vergangenen Regierung sind, wird hier gerne übersehen. In der Tat werden wohl einige Menschen Skovland verlassen haben, weil die Gegend wirtschaftlich ruiniert ist. Die Herrschenden dort haben es über lange Zeit versäumt, eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen. Dass da einige ihr Glück im reichen Doskvol suchen, ist verständlich, dürfe sich aber nicht verselbständigen, so Morriston.

Familien und Bande

Gastbeitrag von Ulf Ironborn

Pest und Cholera, Vambirbiss und Ertränken in Elektroplasma. Das ist die normale Vorgehensweise, wenn wir Verräter in unseren Reihen aufdecken. Allerdings gibt es immer wieder besondere Fälle, in denen wir von diesen Gepflogenheiten abweichen. Etwa, wenn der Verrat uns ins eigene Fleisch schneidet. Dann wollen wir diese Schnitte zurückgeben. Die Liste wird ergänzt und Abziehen der Haut am Oberkörper und Pökeln, um Aussetzen auf den dreckigsten Plätzen der Stadt und eine besondere Einladung an die Geister, sich des dreckigen Fleischs zu ermächtigen.

Seid gewarnt, ihr, die ihr meint, Ulf Ironborn würde je verzeihen. Selbst bei seinem eigenen Blute sind Grenzen gesetzt, die niemand überschreiten sollte. Freunde der Verräter werden nach Ermessen mit milderen Strafen versehen.

Exzesse bei der Quagmire Company

von VELDREN KOMANI

Man konnte den Schlamm und den Teer nicht mehr auseinanderhalten. Einwohner des Teerviertels stürmten panisch durch die Gassen.

Gör beim Schlemmen

In den Abendstunden des 38. Suran kam es vor dem Import-Export-Handel der Quagmire Company zu handgreiflichen Exzessen. Ein schnell zusammegestellt Bürgerwehr konnte den Pöbel gerade noch vom Verlagsgebäude der Doskvol Gazette fernhalten. Lediglich die verfilzte Bande der Askarian Coins, Waisen, die in den Gassen rund um Pitchwater ihr Unwesen treiben, ist es gelungen, Konserven aus einem Tatöwierstudio zu entfernen. Die Göre hielt es vermutlich für Leckerbissen, de Besitzer erzählte der Redaktion im Vertrauen, dass es sich um eine altgewordene Tinte hielte.

Haltet euch fern von den Askarian Coins

von CAPTAIN MITCHER

In den letzten Wochen wurde vermehrt gemeldet, dass Kinder im Hafenviertel, die sich selbt als die Askarian Coins bezeichnen, von einer seltsamen Krankheit befallen sind. Wohlbescholtene Bürger der Stadt sind angehalten, den Kontakt mit diesen Bettlern zu meiden. Meistens sind die Symptome offensichtlich als Geschwüre an ihren Extremitäten zu erkennen. Häufig ähnelt es einem Geflecht auf der Haut.

Wie sich der Befall – wir gehen von einem Pilz aus – auswirkt. Nichtsdestotrotz empfehlen wir bei Kontakt, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Kurzes

Gesammelte Nachrichten

Surantänzer leiten Ende des Frühlings ein. Noch etwa drei Wochen bis Moontide, dann dürfen wir uns wieder damit beschäftigen, Hab und Gut zu befestigen. Die Wetterexperten gehen von starken Stürmen bereits zu Beginn der Ulsivet aus.


Moontide-Festival in Charterhall beginnt am 54. Suran. Sechs Tage lang werben Schausteller um die Gunst der Kundschaft im Viertel und leiten den Monatswechsel ein.


Neues Gericht erobert die Hetzen der Dusker: wie Brot, ein zweites Mal gebacken und mit Käse und weiteren Zutaten belegt. Wahre Meister ihrer Zunft, belegen bereits den rohen Teig und befördern ihn in den Ofen.